Waagner-Biro: 19 Paneelbrücken für Chile

Seit 2013 hat Waagner-Biro Aufträge über die Lieferung von 19 modularen Stahlbrücken mit Spannweiten von 27 bis 92 Metern ins chilenische Patagonien erhalten. Ausschlaggebend für die Beauftragung war, dass die Brücken schnell aufgebaut werden, eine hohe Bemessungslast tragen und zugleich schwierigen klimatischen Bedingungen standhalten können. Anfang März hat das heimische Stahlunternehmen mit Sitz in Wien die bisher letzte Paneelbrücke in Chile installiert. „Mit unserem Ingenieursteam vor Ort stellen wir sicher, dass unsere Brücken weltweit dem gleichen hohen Standard und unseren Qualitätsansprüchen entsprechen“, sagt Thomas Jost, Vorstand der Waagner-Biro AG.

Aufgrund extremer Witterungsverhältnisse und langer Winter musste der Brückenbau im kurzen Sommer fertiggestellt werden. Da die einzelnen Brückenelemente nahe Wien auf Lager produziert werden, konnte Waagner-Biro den knapp bemessenen Zeitplan problemlos einhalten.

Errichtet wurden die Brücken von den chilenischen Streitkräften an wichtigen Verkehrsachsen östlich und westlich der Fernstraße Carretera Austral, die sich gut 1.240 km durch die Landschaft Patagoniens zieht. Die erste Brücke wurde über eine Felsschlucht am Tranquilo-Fluß gebaut, wo sie eine alte Hängebrücke ersetzt. Die Errichtung der neuen 45,72 Meter langen einspurigen Brücke dauerte etwa eine Woche. Anstelle von bisher fünf Tonnen trägt die neue Paneelbrücke nun Fahrzeuge mit bis zu 40 Tonnen Gewicht. Unweit des ersten Standorts befindet sich mit der Borquez-Brücke auch die längste der angelieferten Brücken. Sie besteht aus zwei mit einem Verbindungsstück verbundenen Brückenteilen mit einer Gesamtlänge von 92 Metern. Mit solchen Verbindungsteilen lassen sich mehrere Brückenelemente einfach und effektiv miteinander verbinden und über vorgefertigte Pylone, die das Gewicht der Brücke und der Verkehrslast tragen, über das  Flussbett schieben.