16. Hauptversammlung Waagner-Biro: Jahresergebnis 2014 erhöht, aber hinter Erwartungen

Waagner-Biro Vorstände Martin Zinner und Thomas Jost

Im Rahmen der 16. Hauptversammlung der Waagner-Biro AG präsentierten Vorstandsvorsitzender Mag. Thomas Jost gemeinsam mit Finanzvorstand Mag. Martin Zinner den Aktionären das Jahresergebnis für 2014. „Der Umsatz ist zwar stark gestiegen, allerdings konnte das Gruppenergebnis nicht entsprechend gesteigert werden “, erklärte Jost.

Der Umsatz stieg 2014 auf 250,2 Mio EUR (2013 197,4 Mio EUR). Das EBT (Earnings before taxes) erhöhte sich von 11,1 Mio EUR im Jahr 2013 auf 11,8 Mio EUR im Berichtsjahr 2014. Zurückzuführen ist der gebremste Ergebnisanstieg auf die Eintrübung des Marktumfeldes ab Mitte 2014 und herausfordernden Rahmenbedingungen bei Großprojekten.


Spartendetails

 

Die vier Sparten der Waagner-Biro AG - Stahl-Glas-Technik, Brückenbau, Bühnentechnik und Spezialmaschinenbau – entwickelte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr unterschiedlich.

Positiv hervorzuheben ist die Stage-Gruppe, die 2014 nach schwierigen Jahren sowohl im Umsatz als auch im Ergebnis hervorragenden Steigerungsraten verbuchen konnte. Hier ist die erfolgreiche Fertigstellung zweier komplexer Projekte besonders hervorzustreichen: Die bühnentechnische Sanierung der Grieghallen im norwegischen Bergen in einem extrem kurzen Zeitfenster von etwas mehr als drei Monaten und die Ausstattung der Esplanada Theatres in Singapore mit modernster Bühnen-Obermaschinerie. Die auf Spezialmaschinen spezialisierte britische Tochter Qualter Hall konnte sowohl Umsatz als auch Gewinn steigern. Erfolgreiche Geschäftsabschlüsse in 2014 waren hier unter anderem die Bestellung einer verfahrenstechnischen Anlage für das Kali-Bergwerk Cleveland Potash Mine, die Produktion neuer Triebwagenkomponenten für die britische Eisenbahnindustrie sowie Aufträge im Bereich mechanischer Förderungen und Servicearbeiten.

 

Die Sparte Stahlbau konnte aufgrund von ungeplanten Mehrkosten bei einem Großprojekt trotz einer Steigerung des Umsatzes das hervorragende Ergebnis des Vorjahres nicht erreichen. In Qatar erhielt die Stahlbau-Gruppe den Zuschlag für die Errichtung des Seero Fi Al Ardh Carousel in der Education City von Doha. Die ungewöhnliche Aufgabe – ein Karussell, in dessen Mitte sich lebensgroße gläserne Pferde befinden – wird gemeinsam mit der Sparte Bühnentechnik umgesetzt. In 2014 wurde mit der Inbetriebnahme des Internationalen Terminals am Baku Airport ein weiteres international viel beachtetes Projekt der Stahlbau-Gruppe abgeschlossen. Gearbeitet wird seit 2013 auch am Projekt Louvre Abu Dhabi, ein vielbeachteter Museumsbau auf einer dem Zentrum Abu Dhabis vorgelagerten Insel. Die Fertigstellung der 180m Durchmesser Kuppelkonstruktion aus Stahl soll noch 2015 erfolgen.

 

Die Sparte Brückenbau konnte im Geschäftsjahr auf erfolgreiche Projekte wie den Abschluss der Arbeiten für den Bau der Modularbrücke de la Geole in Senegal und den Bau einer 183 m langen Paneelbrücke über den Tshopo River in Kongo zurückgreifen. An der Fertigstellung der gesamten Antriebstechnik für die weltweit größte Hubbrücke im Hafen von Rotterdam wird noch gearbeitet. Dennoch blieb auch die Gruppe Brückenbau wegen nicht vorhersehbarer Mehrkosten beim Ergebnis hinter den Erwartungen.

 

„Für das Jahr 2015 erwarten wir ein herausforderndes Jahr mit besonderem Augenmerk auf die Steigerung des Auftragseingangs. Das gesteckte Ziel der mittelfristigen Ertragssteigerung bleibt aufrecht und wird von uns weiterhin konsequent verfolgt“, erklärte Jost abschließend.